THE LOST

hkw

 
 
 
 
 
 

In Zusammenarbeit mit:
Artstudio Reynold Reynolds

 
2010
Haus der Kulturen der Welt, Berlin

 

Per Aspera Productions präsentierte
Ausschnitte aus „The Lost“:

10. Dezember 2011
21. Januar 2012
14. Oktober 2012

ehemaliges Stummfilmkino Delphi,
Berlin / Deutschland

 

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Brina Stinehelfer & Nikolaus Schneider performed original work as a part of „The Lost“, the new film project by artist Reynold Reynolds.

„Die Verlorenen“ is a fictional unfinished feature film from the 1930’s shot in the underground night club „Troika“ in Berlin, a venue for avante-garde cabaret and performance similar to Cabaret Voltaire in Zurich.  The film captured some of the most shocking performances and characters from the 1930’s Berlin performance scene.

Die Grundlage von Reynold Reynolds neuester Arbeit ist das kürzlich wiederentdeckte und restaurierte Material eines niemals fertiggestellten Spielfilms, der im Berlin der 30er Jahre entstand und dem Stil von Produktionen von Fritz Lang und F.W. Murnau zugeordnet werden kann. Die Dreharbeiten begannen in den früher 30er Jahren, der Regisseur konnte aber auf Grund der sich damals ändernden politischen Umstände den Film nie fertigstellen und tauchte plötzlich unter.
In verschiedene Kisten verpackte sein Kameramann 35mm Filmrollen, Notizbücher, das Drehbuch und Fotografien vom Set, Requisiten und weitere Ausstattung, die die Fertigstellung des Films zu einem besseren Zeitpunkt ermöglichen würde. Mit diesen floh er nach Russland, in der Hoffnung den Film zu einem späteren Zeitpunkt abschliessen zu können. Diese Pläne wurden vom 2. Weltkrieg und dem darauffolgenden kalten Krieg durchkreuzt. Viele Jahr nach seinem Tod entdeckte eine ostdeutsche Filmhistorikerin die Tagebücher des Kameramanns. Nach langer Recherche konnte sie die Kisten mit dem Filmmaterial in Russland wiederauffinden. 2011 wurde begonnen, das Material zu sichten. Die 35mm Filmfragmente wurden digitalisiert und anhand der Notizbücher und des Drehbuchs der Film Stück für Stück zum Leben erweckt.
Reynold Reynolds wird auf Basis der gefundenen Drehbücher Szenen des Films nachdrehen. Er wird dazu den Galerieraum in ein Set mit mehreren Tänzern und Schauspielern verwandeln und Hauptszenen in verschiedenen Settings live vor einem Publikum aufnehmen. Dabei verwendet er eine spezielle Stopmotiontechnik auf 16mm und führt damit seine Aufnahmen im Haus der Kulturen der Welt, Berlin, vom Frühling diesen Jahres fort.
Arbeiten von Reynold Reynolds sind der Teil der Sammlung des MoMA, des Neuen Berliner Kunstvereins, des Museum of Old and New Art, Australien und der Sammlung Stoschek. Er war Stipendiat der Guggenheim Foundation und seine Arbeiten wurden unter anderem in folgenden Institutionen gezeigt: Berlin Biennale, 2006, Moskau Biennale, Transmediale 2009 & 2010, Berlinische Galerie 2010, Kunsthalle Wien 2011 und Haus der Kulturen der Welt, 2011. Seine Installationen werden 2012 in einer Einzelausstellung in der Arsenal Gallery in Bialystok in Polen präsentiert.